Osteopahische Behandlungen
für Pferde & Hunde
Ich bin als Tier-Osteopathin für Pferde und Hunde mit mobiler Praxis in Idar-Oberstein und Umgebung unterwegs.
FAQ
Hinweise & Infos zu meinen Behandlungen
Was ist Osteopathie?
Oft werde ich gefragt, was Osteopathie denn überhaupt sei.
Nun ganz grob in wenigen Worten: Es ist eine Behandlungsmethode mit den Händen, die den Patienten (egal ob Mensch oder Tier) im gesamten betrachtet sowie behandelt und sich dabei nicht nur auf einzelne Symptome oder Diagnosen versteift.
Etwas genauer beschrieben:
der Osteopath untersucht den Patienten am gesamten Körper. Im Vergleich zur Physiotherapie, der Patient kommt mit einem KG-Rezept wegen Knieschmerzen zum PT und dieser behandelt rein das Knie-Gelenk, evtl. noch die direkt umgebenden Gewebe. Der Osteo hingegen kann herausfinden, ob die Knieschmerzen durch fasziale Verkettungen ausgelöst werden von Problemen zum Beispiel im Dickdarm. In so einem Fall behandelt er (unter anderem aber eben da intensiver) den Bauch und das Knie wird besser. Rein schematisch und vereinfacht beschrieben. In der vererinären Osteo ist der Herausforderung aus den Beobachtungen des Halters und dem, was man im Befund herausfindet, die richtigen Schlüsse zu ziehen und dementsprechend zu behandeln. Zum Beispiel könnte ein Lahmen der Hinterhand beim Pferd von blockierten Kopfgelenken kommen, die entstehen können bei zu eng genommenen Zügeln. Oder ein sonst normalerweise munterer Hund ist plötzlich träge und nicht mehr zu motivieren, was durch ein Dickdarm-Problem ausgelöst werden kann oder aber auch von der Hypophyse kommt, die zentral die Hormone im Körper steuert.
Und genau das ist mein Ziel für dein Tier: die Ursache für seine Probleme finden und lösen. Dabei aber seine Einzigartigkeit und seine besonderen Hausforderungen, charakterlich, körperlich und gesundheitlich zu berücksichtigen.
Blockaden, fasziale Verklebungen, mangelnde Motilität und Mobilität von inneren Organen, Cranio-Sacrale Spannungsmissstände, muskuläre Verspannungen und so vieles mehr können die Ver- und Entsorgung von Geweben durch Blutgefäße (Adern: Nährstoffe, Sauerstoff, …; Venen: Stoffwechselabfallprodukte, …), Lymphgefäße (u.a. Immunzellen) und Nervenbahnen (Reizweiterleitung) einschränken oder gar zum Erliegen bringen.
Die Folgen sind allgemein gesehen, dass im betroffenen Gebiet verbrauchte Stoffe, die übrig geblieben sind nach dem Stoffwechsel, nicht abtransportiert werden und der „Müll“ einfach liegen bleibt. Man kann es sich so vorstellen, wie es leider auch in der Realität viel zu häufig vorkommt, dass Müll im Wald weggeschmissen wird und sich dort anhäuft, immer mehr wird. Neue Nährstoffen haben es dann immer schwerer überhaupt durch den ganzen Abfall bis zu ihrem Bestimmungsort, den Zellen, zu gelangen. Es bilden sich Ödeme, Schwellungen, Entzündungen. Dies ist bei schlechter venöser Entsorgung.
Ist die arterielle Versorgung mit frischem Blut, das angereichert ist mit Sauerstoff, Nähr- und Mineralstoffen, wie auch Hormonen, gestört, so kommt es zu einem Mangel eben jener Stoffe im Gewebe und der Stoffwechsel kann nur verzögert stattfinden. Das Gewebe kann seiner Funktion und seinen Aufgaben nicht mehr gerecht werden. Was bei venösem Stau übrigens auch mit der Zeit zwangsläufig der Fall ist, da die Nährstoffe irgendwann nicht mehr von den Kapillaren bis in die Zellen durch den Extrazellularraum diffundieren können.
Wer unter Dauerstress steht hat neben vielen anderen Nebenwirkungen auch damit zu kämpfen, dass der dauerhaft aktivierte Sympathicus-Nerv, der „Kampf- und Fluchtnerv“, die Faszien unwillkürlich sich zusammen ziehen lässt, was die Kapillaren einengt, wodurch weniger Nährstoffe austreten und ebenso wenig Abfallprodukte eintreten können 🡪 der kapilläre Stoffwechsel ist gehemmt und die Symptome von Venen- und Arterienverengung kommen zugleich zutage.
Sind die Lymphgefäße eingeengt, entsteht ein Lymphstau/Lymphödem. Human bekannt als „Wasser in den Beinen“. Das Lymphgefäßsystem unterstützt das venöse beim Abtransport, es enthält viele Immunabwehrzellen und Hormone, die Botenstoffe des Körpers. Das heißt der ganze Körper ist anfälliger für Krankheiten, Entzündungen und Schmerzen, der Hormonhaushalt ist gestört und es entstehen auch noch selten ästhetische Schwellungen.
Sind Nervenbahnen „genervt“ hat dies vielfältige Auswirkungen, ganz davon abhängig, ob der Nerv Informationen vom Gehirn in den Körper sendet oder umgekehrt. Bei absteigenden Fasern (vom Gehirn weg) sind beispielhafte Symptome Zittern, kein zielgerichteten Bewegungen und fehlende Koordination. Sind die aufsteigenden Fasern betroffen entstehen u.a. Kribbel- und Taubheitsgefühle oder gar Missempfindugen (Hand/Fuß wird als kalt wahrgenommen, obwohl die Haut da warm ist), Schmerzen und Über- bzw. Unterempfindlichkeiten. Da aber Nervenbahnen auf- und absteigende Fasern haben, können die verschiedensten Kombinationen entstehen.
Als Osteopathin ist es meine Aufgabe, diese körperlichen Läsionen zu finden und bestmöglich zu lösen, sodass der Körper in die Lage versetzt wird, die Selbstheilungskräfte vollkommen auszunutzen und die Homöostase wieder herzustellen.
Wann ist eine Osteopathische Behandlung sinnvoll?
Natürlich ist es sinnvoll jährlich oder besser noch halbjährlich das Tier präventiv behandeln zu lassen. Leider ist es nicht jedem Tier vergönnt – aus den unterschiedlichsten Gründen.
Doch wann ist eine Osteopathie-Behandlung sogar nötig?
Symptome beim Pferd
• Es lahmt, läuft unklar und nicht taktrein
• Bewegung fühlt sich unter dem Reiter steif, komisch oder ungewohnt an oder sieht fremdartig aus („etwas stimmt nicht“)
• Wehrt sich gegen Übungen, die sonst mehr oder minder gut klappen
• Neuerdings bockt es, steigt oder tritt aus
• Schwellung/en (da evtl. TA, muss individuell entschieden werden)
• Probleme beim Fellwechsel
• Lustlosigkeit, Mattigkeit
• Verdauungsprobleme
Symptome beim Hund
• Lahmt, läuft unklar und nicht taktrein
• Bewegungsablauf ist unstimmig, ungewohnt, fremd
• Spiele, Training, die sonst Spaß machen, sind schwerfällig oder nicht möglich
• Beißt oder sonstiges ungewohntes Verhalten
• Schwellung/en (da evtl. TA, muss individuell entschieden werden)
• Probleme beim Fellwechsel
• Lustlosigkeit, Mattigkeit
• Verdauungsprobleme
Wie läuft eine Osteopathische Behandlung ab?
Gerne können wir in einem kurzen Telefonat oder per Mail einen Termin vereinbaren. Bitte schildere mir hierbei das Problem deines Tieres oder dein Anliegen.
Für die Behandlung vor Ort sollte das Fell deines Tieres trocken und sauber sein. Auch sollte dein Pferd oder Hund am Tag der Behandlung nicht gearbeitet werden (Pferd kein Reiten oder Bodenarbeit, Hund kein Training, nur normales Gassi gehen).
Nach dem Termin erfolgt eine kurze Absprache ob, wann oder unter welchen Voraussetzungen ein Folgetermin vereinbart werden sollte.
Bezahlung bitte in bar oder per Überweisung!
Für wen ist eine osteopathische Behandlung geeignet?
Für all die Hunde- und Pferdehalter, die alternativ zur Schulmedizin oder dazu ergänzend ihrem Schützling zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden im eigenen Körper gewähren möchten.
Meine Philosophie
Für ein gesundes und zufriedenes Tier
Ich gehe feinfühlig auf die einzelnen Patienten und deren Menschen ein. Sei es auf die fachlichen Hausforderungen, die charakterlichen Besonderheiten der Tiere oder der seelisch-moralische Beistand für den Menschen. Denn nur, wenn alle an dem selben Strang ziehen – und zwar in die gleiche Richtung – kann der maximale Behandlungserfolg erreicht werden.
Ich freue mich darauf, dich und dein Tier kennenzulernen!
Kontaktiere mich gerne per Telefon, WhatsApp oder Mail zur Vereinbarung eines Termins.
Kontakt
+49 178 3378 961
natalie@osteopathiepraxis-bergmann.de
Region
Mobil unterwegs im Umkreis von 50km um Idar-Oberstein